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Praxis

Strom unter eigener Marke für Versicherungs- und Finanzmakler

13. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit · Francisco José Demonte

Versicherungs- und Finanzmakler haben, was im Stromvertrieb am schwersten zu bekommen ist: Kunden, die ihnen vertrauen, und einen Anlass, jedes Jahr mit ihnen zu sprechen. Ein Stromtarif unter eigener Marke macht daraus ein weiteres Produkt mit laufenden Einnahmen, ohne dass Sie Energieversorger werden.

Warum Strom zu einem Maklerbestand passt

  • Jeder Kunde braucht Strom, Haushalte wie Betriebe, unabhängig davon, welche Policen sie haben.
  • Es gibt einen jährlichen Anlass. Jahresabrechnung, Preisänderung, Vertragsende: Gründe für ein Gespräch kommen von selbst.
  • Das Geschäft ähnelt der Bestandscourtage. Sie verdienen nicht nur beim Abschluss, sondern solange der Vertrag läuft.
  • Gewerbekunden lohnen besonders. Ein Betrieb verbraucht oft ein Vielfaches eines Haushalts, und Ihr Aufschlag wirkt auf jede Kilowattstunde.

Was anders ist als bei Versicherungen

Der Liefervertrag wird mit dem Energieversorger geschlossen, der Ihre Marke beliefert. Für Haushaltskunden gilt die Textform (§ 41b EnWG), und Verträge, die am Telefon oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, können 14 Tage lang widerrufen werden. Werbeanrufe bei Verbrauchern brauchen eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, die Sie dokumentieren müssen (§ 7a UWG). Eine Einwilligung, die ein Kunde für Versicherungsthemen gegeben hat, deckt nicht automatisch Anrufe zum Strom.

So bauen Sie Strom in Ihre Beratung ein

  1. Im Jahresgespräch fragen Sie nach der letzten Stromrechnung. Der Kunde lädt sie hoch oder fotografiert sie.
  2. Die Software liest Verbrauch und Tarif aus und zeigt, was Ihr Tarif kostet und was er spart.
  3. Das Angebot geht mit Ihrem Logo raus, per E-Mail oder WhatsApp.
  4. Der Kunde schließt online ab, der Versorger übernimmt den Wechsel.
  5. Vor dem nächsten Gespräch sehen Sie im CRM, welche Verträge bald enden.

Für Maklerpools und Vertriebe mit vielen Partnern

Wenn Ihre Struktur aus Untervermittlern besteht, bildet die Software jede Ebene ab: Jeder Partner hat seinen eigenen Link, sieht nur seine Kunden und seine Provision, und Sie sehen alles. Mehr dazu auf der Seite für Energiemakler und Vertriebe.

Eine Beispielrechnung

Ein Bestand von 1.000 Haushalten. Ein Fünftel nimmt Ihren Stromtarif, im Schnitt mit 3.500 kWh im Jahr. Bei 2,0 ct/kWh Aufschlag sind das 200 Kunden mal 70 €, also 14.000 € im Jahr, solange sie beliefert werden.

Beispielwerte. Ihr Aufschlag hängt vom Tarif und Ihrer Kalkulation ab.

Häufige Fragen

Muss ich dafür Energieversorger werden?

Nein. Belieferung, Bilanzierung und Abrechnung übernimmt der Energieversorger, der Ihre Marke beliefert. Sie verkaufen unter Ihrem Namen.

Wie spreche ich meine Bestandskunden an?

Am besten im ohnehin geplanten Gespräch. Für Anrufe oder Werbe-E-Mails zum Thema Strom brauchen Sie eine passende Einwilligung; die Software speichert sie mit Wortlaut, Zeitpunkt und Quelle.

Kann ich auch Gewerbekunden beliefern lassen?

Ja. Für Betriebe mit höherem Verbrauch ist die Marge pro Kunde entsprechend höher.

Quellen: § 41b EnWG (Textform und Verträge außerhalb der Grundversorgung); § 7a UWG (Einwilligung in Telefonwerbung). Dieser Artikel gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bereit für Ihre eigene Strommarke?

Erzählen Sie uns von Ihrem Bestand oder Ihrem Vertrieb, und wir zeigen Ihnen im Gespräch, wie Sie starten. Unverbindlich.

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